FDP vor Ort – Stadtarchiv Limburg

Kandidaten der FDP für das Limburger Stadtparlament besuchen das Limburger Stadtarchiv.

Das Limburger Stadtarchiv wird erstmals 1623 erwähnt, das älteste Dokument ist von 1278. Es ist aktuell im Schloss untergebracht und wird erst seit 2007 von einem hauptamtlichen Archivar betreut.
Dr. Christoph Waldecker M. A. gewährte uns interessante Einblicke in seine Arbeit und die Rahmenbedingungen.

2016-02-02 10-36-23 Homepage ANLAGE 3Das Stadtarchiv belegt zur Zeit das Erdgeschoss des Schlosses, die übrigen, nutzbaren Flächen sind vom Bischöflichen Ordinariat angemietet und stehen der Dommusik, sowie der italienischen und der portugiesischen Gemeinde zur Verfügung.
“Unterm Dach”, in einer Klimabox, werden Gemälde gelagert.

Gute Unterstützung, aber Verbesserungsbedarf

Dr. Waldecker hebt hervor, dass in Limburg die Unterstützung des Archivs durch Verwaltung und Politik wesentlich besser ist als in manch anderer Kommune. Zu den Dingen, die einer Verbesserung bedürfen zählten etwa die Platzverhältnisse. So sind Mitarbeiter-, Besucher- und Bibliotheksbereich in einem Raum, was der Arbeit nicht förderlich ist. Als ein Beispiel nannte der Archivar die Bearbeitung vertraulicher Akten, die in diesem Raum nicht erfolgen kann. Auch fehle ein Gruppenarbeitsraum, der vor allem für die Zusammenarbeit mit Schulen wünschenswert wäre.

Ein Museum würde ein besonderes Konzept erfordern, es bliebe aber, unabhängig von Konzept, Ausstattung und Gebäude, ein Zuschussbetrieb.

In touristische Aktivitäten der unterschiedlichen Limburger Akteure ist das Stadtarchiv nur wenig eingebunden.

Für die Zukunft besteht noch viel inhaltliches Potential zur Weiterentwicklung.
Die Dommusik benötigt genau wie das Archiv mehr Platz, für Instandhaltung oder gar Ausbau des Schlosses sind aktuell keine Mittel bereit gestellt.

Zukunft des Schlosses muss thematisiert werden

Die FPD-Kandidaten kamen zu dem Schluss, dass die Zukunft des Schlosses thematisiert werden muss, dabei darf nicht vom aktuellen Status quo ausgegangen werden. Das Stadtarchiv muss nicht zwingend im Schloss beheimatet sein, es benötigt zweckmäßige Räume und mehr Platz.
Es gibt aktuell kein Kreisarchiv, warum also nicht über ein gemeinsames Archiv an anderer Stelle nachdenken?

Der Geschichte den ihr gebührenden Platz schaffen.

Es war ein sehr beeindruckender Termin der viele Fragen aufgeworfen hat.
Tradition und Moderne, lasst uns Wege finden, der Geschichte den ihr gebührenden Platz zu schaffen.