Für ein besseres Standort-Marketing – gegen aktionistische Steuerverschwendung

06.07.2016

Für ein besseres Standort-Marketing – gegen aktionistische Steuerverschwendung

Blick auf Dom durch Burogebaude

Die FDP-Fraktion in der Limburger Stadtverordnetenversammlung hat einem Dringlichkeitsantrag der Fraktionen von Bündnis 90 / Die Grünen und CDU nicht zugestimmt, wonach der städtischen Wirtschaftsförderung anlässlich des britischen Referendums zum Austritt aus der EU 100.000 Euro für eine Vermarktungsinitiative zur Verfügung gestellt werden sollen.

Seit langer Zeit Forderung der FDP

„Die FDP fordert seit langem eine bessere Vermarktung des ICE-Gebietes und ein modernes  Stadtmarketing, das zum Beispiel die Stadt gemeinsam mit Vereinigungen des Handels, der Touristik und der Gastronomie betreiben könnte.  Wir unterstützen jedoch keine 100.000 Euro teure Marketinginitiative, die sich an Unternehmen richten soll, die noch keine klare Entscheidungsgrundlage für ihr weiteres Handeln haben.  Deshalb hat die FDP-Fraktion die Dringlichkeit des Antrags abgelehnt und sich in der Sache der Stimme enthalten“, so die FDP-Fraktionsvorsitzende Schardt-Sauer.

Plumper Aktionismus

Indem Grüne und CDU auf Firmen wie Samsung, Microsoft, Apple, Coca Cola oder Goldmann Sachs verweisen, erweckten sie Illusionen, die mit 100.000 Euro teuer bezahlt würden. „Glaubt wirklich jemand, dass diese Unternehmen sich bereits jetzt dafür entscheiden London zu verlassen und wenn doch, dass sie dann Limburg als möglichen neuen Hauptstandort für Europa in Erwägung ziehen?“, fragt Marion Schardt-Sauer.

Grundlegende Verbesserung des Standortmarketings erforderlich!

Die FDP-Fraktion fordere ein realistisches Konzept für ein nachhaltig wirksames Standort-Marketing, das heimische Unternehmen in der Region halte und mit dem man Unternehmen aus dem In-und Ausland – natürlich auch aus Großbritannien –   für Limburg gewinne könne. Aber jetzt teure Imagekampagnen nur auf den Brexit auszurichten, bedeute Steuerverschwendung und die Chance, das Standort-Marketing in Limburg grundlegend zu verbessern, werde leichtfertig vergeben, so Schardt-Sauer. (HGH)