02. Die Innenstadt

Limburgs Innenstadt hat eine Funktion als Magnet, um Menschen nach Limburg zu holen. Das beschränkt sich nicht allein auf die Funktion als Einkaufsstadt. Limburgs Innenstadt ist ein Ort der Begegnung, in dem ein vielfältiges gastronomisches Angebot verbunden mit attraktiven Einkaufs-, Wohn- und auch Unterhaltungsmöglichkeiten ein attraktives Gemisch ergeben, in dem sich alle Altersgruppen wohlfühlen. Dazu gehören auch Veranstaltungen in der Innenstadt und ein interessantes kulturelles Angebot.

Die Zukunft unserer Stadt hängt ganz entscheidend von der Entwicklung der Innenstadt ab.
Einkaufsstädte verändern sich; schon vor der Corona-Krise. Zu beharren und Veränderungen zu ignorieren ist für uns Freie Demokraten der falsche Weg. Wer hätte vor 50 Jahren gedacht, dass es jemals Fußgängerzonen gibt. Innenstädte sehen sich erneut solchen gewaltigen Umbrüchen ausgesetzt. Der Online-Handel ist kein Feind, sondern Teil der Entwicklung unserer Gesellschaft. Solche „Megatrends“ kann man nicht ignorieren oder mit Gutscheinen, Förderprogrammen oder einer Online-Steuer abwenden. Der stationäre Einzelhandel wird sich verändern (müssen).

Wir wollen das mit einer modernen Wirtschaftsförderung aktiv begleiten. Es sind große Herausforderungen und es ist Aufgabe der Stadt, dies aktiv zu voranzutreiben. Wer die Innenstadt, das Herz von Limburg, erhalten will, der muss Nutzungen in die Innenstadt holen.

Wohnen in der Innenstadt – inzwischen kaum noch ein Faktor. Warum keine Trendwende? Dazu muss der Wohnraum attraktiv sein. Das gastronomische Angebot muss breiter werden. Dazu ist die Stellplatzsatzung endlich zu modernisieren. Es gibt in Limburg durch diese Satzung sachfremde Hindernisse für die Ansiedlung von Cafés, Restaurants.

Warum nicht Wohnen stärker auf die Innenstadt konzentrieren, statt wertvolles Ackerland im Außenbereich zu zerstören?

Wir werden uns dafür einsetzen, dass

- Handel zukunftsfähige Rahmenbedingungen hat
- Wohnen und Arbeiten neue Rahmenbedingungen bekommt

Eine lebendige Innenstadt setzt voraus:

• modernes und zeitgemäßes Nutzungsangebot
• die Stärkung der Wohnfunktion
• eine Umsetzung von nutzerfreundlichen und innenstadtverträglichen Verkehrskonzepten
• die Aufwertung von öffentlichen Plätzen
• die Modernisierung der Stellplatzsatzung
• eine Stärkung und den Schutz des baukulturellen Erbes