FDP fordert 90 Minuten kostenloses Parken in Limburg
Die FDP-Fraktion in der Limburger Stadtverordnetenversammlung fordert 90 Minuten kostenloses Parken auf allen städtischen Parkflächen und in den städtischen Parkhäusern. Einen entsprechenden Antrag hat die Fraktion für die nächste Stadtverordnetenversammlung eingereicht. Die Regelung soll spätestens zum 1. Dezember 2026 eingeführt werden und damit bereits das Weihnachtsgeschäft und den Limburger Christkindlmarkt unterstützen.
Die Forderung kommt nicht von ungefähr: Die FDP hat in den vergangenen Wochen eine Bürgerbefragung in der Limburger Innenstadt durchgeführt. Das Ergebnis sei eindeutig gewesen: Viele Bürgerinnen und Bürger wünschen sich eine Entlastung bei den Parkgebühren. „Die Rückmeldungen aus der Bevölkerung waren für uns ein klares Signal. Kostenloses Parken für eine begrenzte Zeit wird von vielen Menschen als konkrete und sinnvolle Maßnahme für eine attraktive Innenstadt gesehen“, erklärt FDP-Fraktionsvorsitzende Marion Schardt-Sauer. Die Forderung nach kostenfreiem Kurzzeitparken war zudem bereits Bestandteil des Kommunalwahlprogramms der Limburger FDP.
„Die Stadt macht es Autofahrern nicht leicht. Parkflächen am Straßenrand verschwinden, gleichzeitig steigen immer mal wieder die Parkgebühren. Wer die Innenstadt attraktiv halten will, kann diesen Weg nicht weitergehen“, erklärt Schardt-Sauer. „Jetzt ist es Zeit, den Besuchern unserer Stadt etwas zurückzugeben.“
Nach Ansicht der FDP ist die Erreichbarkeit ein wichtiger Faktor für eine lebendige Innenstadt. Einzelhandel, Gastronomie und Dienstleistungsbetriebe seien darauf angewiesen, dass Menschen unkompliziert und gerne nach Limburg kommen. Gerade im Wettbewerb mit dem Online-Handel und attraktiven Einkaufsstandorten wie dem Outlet Montabaur, das kostenfreies Parken anbiete, müsse der Besuch der Limburger Innenstadt möglichst einfach und attraktiv gestaltet werden.
„Wer in Limburg einkaufen, einen Arzt besuchen, etwas erledigen oder einen Kaffee trinken möchte, sollte nicht ständig an die Parkkosten denken müssen“, so der liberale Stadtverordnete Maximilian Acht. „Wir wollen, dass die Menschen gerne nach Limburg kommen und ihre Besorgungen in den hier ansässigen Geschäften erledigen. Deshalb müssen wir ihnen die Innenstadt so attraktiv wie möglich machen.“
Wie die Stadt selbst aktuell zeige, sei kostenfreies Parken auch kurzfristig umsetzbar. Wegen des Austauschs der Parkscheinautomaten ist das Parken auf den betroffenen Straßenrandparkplätzen vom 4. bis zum 9. September 2026 kostenfrei. Danach werden wieder Parkgebühren erhoben.
Für die FDP ist dies ein Anlass, grundsätzlich über die Parkgebühren und die Erreichbarkeit der Innenstadt zu sprechen. „Wenn kostenloses Parken während des Austauschs der Automaten möglich ist, stellt sich doch die Frage, warum wir den Bürgern diese Entlastung nicht dauerhaft anbieten“, sagt Schardt-Sauer. „90 Minuten sind überschaubar. Aber für einen schnellen Einkauf, einen Arzttermin oder einen Besuch in der Gastronomie machen sie einen großen Unterschied.“
Die FDP sieht in der Forderung nicht nur eine Entlastung für Autofahrer, sondern auch eine konkrete Maßnahme zur Unterstützung des örtlichen Gewerbes. „Unsere Einzelhändler, Gastronomen und Dienstleister brauchen Kunden. Und Kunden müssen zunächst einmal in die Innenstadt kommen“, erklärt Acht. „Wir sollten nicht immer darüber reden, wie wir die Innenstadt stärken können. Wir sollten es einfach tun.“
Die FDP-Fraktion fordert den Magistrat deshalb auf, die notwendigen rechtlichen und technischen Voraussetzungen unverzüglich vorzubereiten. Ab spätestens 1. Dezember 2026 sollen nach dem Willen der Limburger Liberalen die ersten 90 Minuten auf den von der Stadt und ihren Eigenbetrieben bewirtschafteten Parkflächen sowie in den städtischen Parkhäusern kostenlos sein.
„Die Innenstadt braucht keine zusätzlichen Hürden. Sie braucht wieder mehr Besucher, mehr Kunden und mehr Leben“, sagt Schardt-Sauer. „Wer die heimische Wirtschaft stärken will, muss es den Menschen leicht machen, nach Limburg zu kommen. 90 Minuten kostenloses Parken wäre dafür ein einfacher, konkreter und erster Schritt.“
