FDP fordert sofortiges Handeln beim Parkbad
Sommerpause ist vorbei – jetzt zählt die Zeit
Die Limburger FDP-Fraktion macht beim Thema Parkbad weiter Druck. Nachdem ihr Antrag zur Zukunft der Sanierung bislang in der Stadtverordnetenversammlung nicht beraten wurde und wegen der Sommerpause zunächst zurückgestellt war, wendet sich die Fraktion nun mit einem offenen Brief an den zuständigen Ersten Stadtrat Michael Stanke (CDU). Nach dem Ende der Sommerpause dürfe keine weitere Zeit verloren gehen.
Ziel der FDP ist es, den Sanierungsprozess jetzt unverzüglich voranzutreiben und eine mehrjährige Schließung des Parkbads möglichst zu verhindern. Gleichzeitig müsse geprüft werden, wie notwendige Maßnahmen wirtschaftlich und mit geringen Kosten für die Stadt umgesetzt werden können.
„Die Sommerpause ist vorbei. Jetzt muss gehandelt werden. Wenn wir erst darauf warten, dass das Parlament irgendwann über den Antrag berät, kann es für eine sinnvolle Sanierungsumsetzung ab dem kommenden Herbst bereits zu spät sein“, erklärt die FDP-Fraktionsvorsitzende Marion Schardt-Sauer. „Die Stadtspitze muss deshalb jetzt die notwendigen Schritte einleiten.“
Seit Jahren sei bekannt, dass beim Parkbad erheblicher Sanierungsbedarf bestehe. So verliere das Schwimmbecken immer wieder eine große Menge Wasser. Umso wichtiger sei es aus Sicht der Liberalen, jetzt konkrete Maßnahmen zu prüfen und Prioritäten zu setzen. Dabei müsse nicht automatisch eine umfassende Neugestaltung die Lösung sein. Vielmehr sollte zunächst ermittelt werden, welche Reparaturen und Sanierungen kurzfristig notwendig sind und welche Arbeiten abschnittsweise erfolgen können.
„Es geht darum, jetzt zu handeln und dabei wirtschaftlich zu bleiben. Eine schrittweise Sanierung kann nicht nur dazu beitragen, den Badebetrieb in den Sommermonaten aufrechtzuerhalten. Sie kann auch verhindern, dass aus heute beherrschbaren Problemen später deutlich teurere Sanierungsfälle werden“, so Maximilian Acht, Stadtverordneter der Limburger Liberalen.
Nach Auffassung der FDP sollten deshalb bereits jetzt alle Vorbereitungen getroffen werden, damit notwendige Arbeiten unmittelbar nach dem Ende der diesjährigen Badesaison beginnen können. Dazu gehöre auch eine klare Übersicht darüber, welche Maßnahmen technisch erforderlich, zeitlich umsetzbar und finanziell sinnvoll sind.
„Bis die politischen Gremien alles beraten und beschlossen haben, kann es zu spät sein, um in diesem Herbst noch mit den notwendigen Arbeiten zu beginnen. Deshalb erwarten wir jetzt Initiative von der Stadtspitze“, erklärt Schardt-Sauer. „Es geht nicht darum, politische Verfahren zu umgehen. Es geht darum, parallel alles vorzubereiten, was vorbereitet werden kann – und dabei genau hinzuschauen, wo sich Kosten vermeiden oder reduzieren lassen.“
Das Parkbad sei weit mehr als ein Freibad. Es sei Sportstätte, Treffpunkt für Familien, Ort für Schwimmkurse und ein wichtiger Bestandteil der Lebensqualität in Limburg. Eine mehrjährige Schließung würde Vereine, Schulen und tausende Badegäste treffen und könnte zugleich erhebliche zusätzliche Kosten verursachen, etwa durch notwendige Übergangslösungen oder den Betrieb alternativer Angebote.
Die FDP verweist zudem auf zahlreiche Gespräche mit Bürgerinnen und Bürgern sowie Beschäftigten des Parkbads. Dabei habe sich ein klares Meinungsbild gezeigt: Gewünscht werde keine umfassende Neugestaltung, sondern eine abschnittsweise Sanierung in den Wintermonaten, sodass der Badebetrieb im Sommer möglichst erhalten bleiben könne. Dieses Modell sollte nach Ansicht der Liberalen deshalb vorrangig auf seine technische und wirtschaftliche Machbarkeit geprüft werden.
„Die Menschen erwarten Lösungen statt einer weiteren Hängepartie. Gleichzeitig erwarten sie zu Recht, dass die Stadt mit ihrem Geld verantwortungsvoll umgeht“, betont Maximilian Acht. „Wir brauchen deshalb eine Sanierungsplanung, die das Parkbad langfristig sichert, den Badebetrieb möglichst wenig einschränkt und unnötige Kosten vermeidet.“
Mit dem offenen Brief will die FDP den Entscheidungsprozess beschleunigen. Nach dem Ende der Sommerpause müsse nun geklärt werden, welche Arbeiten noch in diesem Herbst und Winter umgesetzt werden können, welche Kosten damit verbunden sind und welche Maßnahmen gegebenenfalls zurückgestellt werden können.
Für die Liberalen steht fest: Nichtstun, wie in den Jahren zuvor, ist keine Lösung. Jeder weitere Winter ohne konkrete Maßnahmen könne dazu führen, dass Schäden größer und Sanierungen am Ende teurer werden.
„Limburg braucht ein offenes und zukunftsfähiges Parkbad. Dafür braucht es jetzt entschlossenes und zugleich wirtschaftlich verantwortungsvolles Handeln. Wir sollten das vorhandene Geld gezielt dort einsetzen, wo es für den Erhalt des Bades am dringendsten gebraucht wird“, so Schardt-Sauer.
