Stadtpolizei: Magistrat sieht keinen Bedarf für bessere Erreichbarkeit

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Der Limburger Magistrat sieht derzeit keinen Anlass, die Einsatzzeiten und die telefonische Erreichbarkeit der Stadtpolizei außerhalb der regulären Dienstzeiten auszuweiten. Das geht aus der Antwort auf eine Anfrage der FDP-Fraktion hervor. Zuständig ist Erster Stadtrat Michael Stanke (CDU). 

Eine genaue Aufteilung der Einsätze 2025 und im ersten Halbjahr 2026 nach Tages- und Nachtzeiten, die die FDP in ihrer parlamentarischen Initiative angefordert hatte, liege nicht vor, heißt es. Eine solche Auswertung müsste manuell erfolgen und sei mit unverhältnismäßigem Aufwand verbunden. Stattdessen wurde eine Tätigkeitsübersicht für den Monat Juni 2026 vorgelegt. Darin sind unter anderem 242 Bürgergespräche, 62 abgenommene Plakate, 44 Geschwindigkeitsmessungen und zahlreiche weitere Kontrollen aufgeführt. Der überwiegende Teil der Vorgänge falle in die regulären Arbeitszeiten.

Die aktuellen Dienstzeiten der Stadtpolizei sind nach Angaben des Magistrats bereits umfangreich: montags bis mittwochs von 6.30 bis 20 Uhr, donnerstags bis 22 Uhr, freitags und samstags bis 1 Uhr. Damit stünden rund 92,5 Stunden pro Woche zur Verfügung. Eine Ausweitung auf Nacht- oder 24-Stunden-Dienst sei personell und finanziell nicht darstellbar. Außerhalb der Dienstzeiten gingen Anrufe bei der Landespolizei ein, die bei Bedarf über den gemeinsamen Digitalfunk an die Stadtpolizei weitergeleitet würden. Eine eigene 24-Stunden-Leitstelle sei mit den vorhandenen Stellen nicht machbar.

Die FDP-Fraktion betont ausdrücklich, dass die Stadtpolizistinnen und Stadtpolizisten gute und wichtige Arbeit leisten. Kritik richte sich nicht gegen die Mitarbeitenden, sondern gegen die politische Verantwortung.

„Offenbar verfügt die Stadtpolizei nicht einmal über eine konkrete, genaue Einsatzstatistik. Ansonsten wäre es wohl ein Leichtes gewesen, unsere parlamentarische Anfrage zu beantworten. Wer keine genauen Zahlen liefern will und gleichzeitig sagt, die jetzigen Dienstzeiten reichten aus, der will die Realität nicht sehen“, sagt FDP-Fraktionsvorsitzende Marion Schardt-Sauer. „Sicherheit endet nicht um 20 oder 22 Uhr. Wenn die Stadtspitze Limburg sicherer machen will, muss sie auch ihren Beitrag leisten.“

Ihr Fraktionskollege Maximilian Acht ergänzt: „Der Verweis auf die Landespolizei ersetzt keine eigene Verantwortung der Stadt. Außerhalb der büroüblichen Zeiten ist die Stadtpolizei nicht einmal telefonisch erreichbar. Die Bürger erwarten eine Stadtpolizei, die auch abends und am Wochenende erreichbar und im Dienst ist.“